Zentrum der Macht © Vereinigung zur Pflege der morgendlichen Umnachtung

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Umnachtung

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Neues Jahr, neues Glück

Art der Umnachtung: Mein Gehirn ist einfach nur ein wenig  paralysiert.
Intensität der Umnachtung: 1
Ursprung der Umnachtung: Faulheit, aufgrund von Urlaub lasse ich mein Hirn nur auf Sparflamme laufen
Angewandte Maßnahmen: 
2 Filterkaffee (ordentlich stark, da selbstgekocht), Ablenkung durch PM-Schreiberei, METALLICA
Negative Nebenerscheinungen: Neue METALLICA-Songs sind immer noch mehr Fahrstuhl-Thrash oder Trash als vernünftige Musik. Es liegt Schnee.
Positive Nebenerscheinungen: Es ist und bleibt dunkel draußen.
Bemerkungen: Mein Fernseher kann neuerdings kein Bayern3 mehr empfangen. SCHEISSE!
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Ist bereits Wochenende? Wohl noch nicht, laut Kalender ist ja erst Freitag. Aufgrund der vielen Feiertage in letzter Zeit bin ich mit der Zeitrechnung aber schwer durcheinander gekommen, dabei hielt sich meine Umnachtung am gestrigen Neujahrstag im Vergleich zu den Jahren zuvor doch sehr in Grenzen. Überraschenderweise war ich schon recht früh recht fit. Mischgetränke aus Spirituosen und mein geliebter Gerstensaft wirken bei mir offensichtlich nicht mehr so wirklich, anscheinend werde ich langsam immun dagegen.
Naja, wie dem auch sei, nicht nur gestern ging es mir recht gut, auch heute gibt es eigentlich keinerlei Probleme. Ich bin ausgeschlafen, Urlaub sei Dank, hab keine großartigen Nachwirkungen, es gibt keine Sonnenstrahlen, die einem auf die Nerven gehen, keine Leute weit und breit, die einen nerven, das Telefon klingelt nicht, und anstelle von Stress sitze ich gemütlich und entspannt vorm PC. Die Umnachtung macht sich lediglich durch ein paar kleine Störungen des Bewegungs- und Denkablaufs bemerkbar, was aber angesichts der Uhrzeit völlig normal ist. Vormittags gibt es IMMER eine Umnachtung, nur dass heute mein Umnachtungsgrad sehr niedrig gehalten ist. Wohl ein Rekord für mich, mal was anderes, als immer völlig umnachtet, verperlt und zugedröhnt durch den Vormittag zu stolpern und erst mal auf die automatische Komplettsortierung der eigenen Fähigkeiten zu hoffen.

Der Kaffee schmeckt gut. Die Musik wird auch besser. Und draußen ist es nach wie vor dunkel und ruhig. Prinzipiell ein schöner und angenehmer Morgen. Und weil er so schön ist, hab ich mir auch gleich mal die neue AC/DC-Platte als Vinyl bestellt.
Mal abwarten, wie viele solcher Morgende das neue Jahr 2008+1 noch für mich bereit hält. Ich hoffe doch, mehr als das vergangene.

2.1.09 10:58


Schlafattacken...

Art der Umnachtung: allgemeine Müdigkeit, Stress, Schlafattacken
Intensität der Umnachtung: 4
Ursprung der Umnachtung: grausamer, extrem brutaler Montag

Angewandte Maßnahmen: 1 Kaffee (Vollautomat), 2 Filterkaffee, 2 Zigaretten

Negative Nebenerscheinungen: Der Schnee kotzt mich an.
Positive Nebenerscheinungen: Eigentlich sieht der Schnee aber schön aus..
Bemerkungen: Warum immer ich? Warum nur??!
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Um zu umschreiben, wie es mir geht, müsste ich bloß meine jüngsten Blogeinträge kopieren und hier einfügen.
Die Leute renne die Bude ein, legen alles in Schutt und Asche und bringen mich um meinen letzten Rest Verstand.

Silvester ist überstanden. Weniger süffig als Weihnachten. Seltsam.
VERDAMMT! Ich muss arbeiten, die Zeit läuft mir davon…
5.1.09 13:24


Das kotzt mich an.

Art der Umnachtung: Stress, allgemeine Aggressionen
Intensität der Umnachtung: 2
Ursprung der Umnachtung: Erster Arbeitstag nach dem Urlaub, beschissene Wetterlage

Angewandte Maßnahmen: 1 Kaffee, IRON MAIDEN, alte METALLICA

Negative Nebenerscheinungen: Der Schnee kotzt mich an.
Positive Nebenerscheinungen: Es ist sehr ruhig hier.
Bemerkungen: Warum kann man die Heizung nicht NOCH höher stellen? Hallo? Es ist kalt in Deutschland!
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 Es ist schon irgendwie ein wenig komisch. Eigentlich fühle ich mich völlig unumnachtet. Ich bin vollkommen wach, komplett aufnahmefähig, mein Gehirn läuft auf Hochtouren, und ich spüre keinen Entzug, weder in Bezug auf Bier noch Koffein. Eigentlich also ein perfekter Morgen, wobei man passenderweise ja sagen muss, dass der Morgen ziemlich beschissen ist, da ich keine Umnachtung zu pflegen habe, da es mir ja wie beschrieben seltsamerweise recht gut geht, auch wenn hier erwartungsgemäß recht viel zu tun ist, nach der längeren Urlaubspause.

Zufrieden bin ich deshalb aber noch lange nicht. Ich erfreue mich zwar irgendwie an der Tatsache, mal endlich Dinge komplett erfassen zu können, die ich an einem Morgen mit normalem Umnachtungsgrad nur durch einen Grauschleier, wenn überhaupt, registriere, aber dafür bringen mich andere Dinge zur Weißglut bzw. auf die Palme oder auch über die Palme hinaus.
Warum muss es hier und jetzt so scheiße kalt sein? Warum muss hier tonnenweise Schnee rumlegen? Schnee kotzt mich an und nervt. Besonders, wenn er erst halb matschig war und dann wieder schwer gefroren ist. Was soll so was? Und wer ist überhaupt für die Verteilung von Führerscheinen zuständig? Warum habe ich morgens um halb sieben, wenn hier eigentlich niemand unterwegs ist, irgendwelche Penner vor mir fahren, die meinen, mit 50 km/h wäre man auf einer freien Landstraße schnell unterwegs? Hallo? Führerschein im Lidl gekauft oder im Lotto gewonnen? Solche Idioten, die einen auf dem Weg zur Arbeit vollkommen unnötig aufhalten, kotzen mich an.

Was ein Glück, dass ich zumindest zufälligerweise die passende Anti-Aggressions-Musik im Autoradio hatte, ansonsten hätte ich noch auf dem Weg zur Arbeit irgendwen erwürgt. Und was ein weiteres Glück, dass mich der werte 1. Vorsitzende direkt nach Ankunft im Büro von meinem Flachbildschirm aus mitleidig angelächelt hat. Das beruhigt meine Nerven zumindest etwas. Bis es nachher auf den Rückweg geht...

6.1.09 09:31


Es geht wieder los

Art der Umnachtung: Müdigkeit, Planlosigkeit, Symptome der progressiven supranukleären Blickparese
Intensität der Umnachtung: 5
Ursprung der Umnachtung: Schlafmangel, Koffeinentzug, Überarbeitung

Angewandte Maßnahmen: Fokussierung der Gedanken auf die Traumfrau, Autofahrt durch Nacht und Schnee und Nebel, IRON MAIDENs "Somewhere In Time"
Negative Nebenerscheinungen: Der graue Schnee kotzt mich an.
Positive Nebenerscheinungen: Es sind keine lahmen Penner auf den Straßen unterwegs. Gut so.
Bemerkungen: Mein heiliges MAIDEN-Tape ist am Leiern! SCHEISSE!

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Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder zu meinen normalen morgendlichen Umnachtungsgraden, die ich ja bereits zur Genüge in der Vorweihnachtszeit genießen durfte, zurückkehren würde, und wie erwartet waren die ersten Tage des neuen Jahres nur ein unwirkliches Strohfeuer des Anti-Umnachtungsgeistes, denn mittlerweile hat mich der Zustand der morgendlichen Umnachtung wieder voll erwischt.
Ursache hierfür ist vornehmlich der übliche Schlafmangel, hervorgerufen aber nicht wie bislang durch zu spätes Ins-Bett-Legen, sondern durch die Tatsache, dass ich aufgrund des widrigen Wetters wesentlich eher aufstehen muss als gewohnt, da ja Eiskratzen und Fahren auf unberechenbarem Untergrund in der Zeitspanne des Arbeitsweges mit berücksichtigt werden müssen. Bislang muss ich mir aber selbst ein Kompliment machen, so früh wie in den ersten drei Tagen im neuen Jahr war ich im ganzen Jahr 2008 nur sehr selten im Büro, es lohnt sich also, früh aufzustehen und dadurch nebebei das Überstundenkonto aufzufüllen.

Problematisch ist da allerdings mein Gesamtzustand, der sich innerhalb von 2 Tagen von "motiviert im Büro" hin zu "urlaubsreif" zurückentwickelt hat. Mit schwerer Blickparese, geistig abwesend, körperlich nur unzureichend Haltung annehmend hänge ich an meinem Arbeitsplatz und stelle mit Schrecken fest, dass der Kaffee leer ist. WARUM nur? Jetzt muss ich bis zum Mittagessen warten, bis es Kaffee gibt. Der Koffeinentzug ist nicht gut für meinen Zustand. Wie anscheinend die Arbeit generell und die Anwesenheit im Büro nicht gut für meinen Zustand sind.
Aber ich will nicht meckern, noch ist es ruhig, die Leute lassen mich in Frieden, und auch das Telefon hat heute noch nicht geklingelt. Der Super-GAU erfolgt ja auch erst nächste Woche, am Montag. Bis dahin werde ich versuchen, möglichst schonend durch die restliche Arbeitswoche zu kommen, den Durst auf Kaffee zu verdrängen, und bemitleide derweil den 1. Vorsitzenden an seinem Schlado.

8.1.09 10:05


Premiere! Grad 10!!

Art der Umnachtung: Katalepsie in Verbindung mit Stupor, stark eingeschränkte Ansprechbarkeit, völlige Abwesenheit räumlicher und zeitlicher Orientierung, Gefühl des Missbrauchs einiger in Wechselwirkung stehender Halluzinogene, dementsprechend verzerrte Sinneswahrnehmung, supraventrikuläre Tachykardie bei Betätigung der Eingangstür durch Kunden, Zönästhesie, akzidentielle Nebenerscheinungen
Intensität der Umnachtung: 10
Ursprung der Umnachtung: Überbeanspruchung der Synapsen durch zahlreiche Stressoren, Koffeindefizit

Angewandte Maßnahmen: Ich bin nicht in der Lage Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Negative Nebenerscheinungen: Kaffee ist leer, Kaffee ist leer, Kaffee ist leer, RAUCHEN!!!
Positive Nebenerscheinungen: subjektiv absolut überhaupt gar keine, objektiv lässt sich die Pflege des Kulturgutes der Umnachtung nennen, wenn auch nicht morgendlich
Bemerkungen: Ich möchte bitte sterben.
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Zum ersten Mal lässt sich der höchste erreichbare Umnachtungsgrad verzeichnen.
Ich möchte trotzdem bitte jetzt sterben.
Bitte…

Ich torkele herum als wäre ich auf Drogen. Ich kann nichts mehr sehen. Ich bin nicht in der Lage klar zu denken oder überhaupt irgendwelche nicht schon mechanisch eingefleischten Tätigkeiten – seien sie mental oder motorisch – zu erledigen. Ich habe Hunger. Ich habe eine unbändige, unglaublich große Lust - NEIN! – ein Begehren auf Kaffee, ein verzweifeltes Sehnen, ein sterbenselendes Verlangen!!
Wahnsinn! Wahnsinn. Zum ersten Mal zweifle ich an der Schutzwürdigkeit unseres Kulturgutes.
Möge Schande mein Grab bedecken. Jetzt!
8.1.09 17:36


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