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Umnachtung

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Ankündigung der Themenwoche vom 10.06. bis 16.06.2013 (verlängert bis 21.06.)

Nach langer, langer Abstinenz haben wir beschlossen wieder eine Themenwoche ins Leben zu rufen und den Blog wiederzubeleben.

Die Beiträge kreisen dieses Mal rund um das Thema

"Skurrile Fortbewegungsmittel"

und bietet viel Raum zu umnachteter Ausschückung.

Wir erhoffen uns davon wie immer einen erhöhten Unterhaltungswert, viele erfreute Leser und Abwechslung bzw. diesmal auch Wiedererweckung im Blog.

Viel Spaß beim Bloggen und Lesen!


Umnachtete Grüße

Die Administration, vertreten durch den 1. Vorsitzenden
Edward The Head

9.6.13 15:53


Skurrile Fortbewegungsmittel: ~Flausch~

Art der Umnachtung: degenerative Gehirnfunktionen, verkümmerte Empathie
Intensität der Umnachtung:
7
Ursprung der Umnachtung:
Koffeinmangel, hartnäckige Nackenverspannung
A
ngewandte Maßnahmen:
Kaffee, Kaffee, Kaffee, Flotsam & Jetsam, Frischluft und Kaffee
Negative Nebenerscheinungen:
Sonnenschein. Bäh!
Positive Nebenerscheinungen:
Ich kann Kaffee kochen soviel ich will und freue mich darüber.
Bemerkungen:
Mein Eis ist geschmolzen und ich will verdammt noch mal ein neues von dem, der angerufen hat!

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Es hat vier Beine und auch zwei Räder.
Es ist sehr flauschig-weich und doch kann es ziemlich holterdiepoltern.
Es hat weniger als 1 PS und geht doch ganz schön ab.
Es ist kein Rasenmäher, kann aber Gras kürzen.
Es war in ähnlicher Form bereits im Mittelalter und davor bekannt und funktioniert schon immer mit Sprachsteuerung.

Ganz klar. Das ist ein Flauschi-Pony vorm Sulky!

Warum das so skurril ist?! Weil ein Flauschi-Pony die Eigenschaft hat, sehr klein zu sein, meist viel kleiner als diejenigen, die es zur Fortbewegung nutzen. Da ein Flauschi-Pony aber das doppelte seines Eigengewichtes ziehen kann, ist dieses skurrile Fortbewegungsmittel auch etwas für dicke reiche Leute, die sich einen Sulky mit acht Zylindern …äh, Quatsch!… Flauschi-Ponys leisten können.
Der Flauschi-Pony-Sulky ist leicht zu pflegen und die Unterbringung nimmt nicht viel Platz in Anspruch. Der Motor muss während der Ruhephase mit Kraftstoff versorgt werden, das ist ein erheblicher Nachteil des Flauschi-Pony-Sulkys. Da er jedoch weder Benzin, noch Dieselkraftstoff verträgt ist die Unterhaltung relativ günstig zu bewerkstelligen. Gras, Heu oder auch altes Brot und sonstige organische, unvergammelte Abfälle können problemlos in Energie umgewandelt werden. Während der Leistungsphase wird die Energie verbraucht, die während der Ruhephasen in diesen Formen aufgenommen werden, sodass kein Tanken während den Fahrten notwendig wird. Getankt wird immer zu Hause am Stellplatz.
Zudem sollte der Motor täglich gebürstet werden und die Sitzfläche muss alle paar Wochen einmal abgestaubt werden. Dafür kommt der Flauschi-Pony-Sulky an den vier Beinen ohne Bereifung aus, solange er nur in weichem Gelände genutzt wird. Für die Räder benötigt man eine adäquate Bereifung, je nach Abnutzung auch nur einmalig.

Gelegentlich verliert der Motor kugelförmige, braune Rückstände, die beim verarbeiten des Kraftstoffes entstehen. Diese müffeln zwar ordentlich, können jedoch ganz normal mit den organischen Haushaltsabfällen entsorgt oder kompostiert werden.

Der Flauschi-Pony-Sulky ist nicht zulassungspflichtig, für den Betrieb benötigt man nur eine Haftpflichtversicherung. Eine besondere Fahrerlaubnis ist nicht notwendig, das Fahrzeug kann bei älteren Motoren sogar von Kindern geführt werden, im öffentlichen Straßenverkehr jedoch nur unter Aufsicht von Erwachsenen.

Natürlich gibt es das Fahrzeug auch mit Sonderausstattungselementen, wie z.B. Ledersitzen, Lederlenkriemen, Aluminiumfelgen, Regenschutzverdeck, Sonderlackierungen, Fahrradschloss und Anpflockzubehör (vergleichbar mit Handbremsen).

Als Familienfahrzeug ist sicherlich auch der zweiachsige Flauschi-Pony-Sulky mit acht bis sechzehn oder mehr Beinen interessant.

11.6.13 15:56


BBQ on the Road

Art der Umnachtung: Verschlafen, träge, demotiviert
Intensität der Umnachtung:
6
Ursprung der Umnachtung:
Es ist früher Morgen, die Sonne scheint, und das Koffein wirkt noch nicht so wirklich
A
ngewandte Maßnahmen:
3 Filter-Kaffee, MS-Forums-Kolloquien, Death Metal aus Köln, Kekse
Negative Nebenerscheinungen:
Die Kaffeekanne ist leer!
Positive Nebenerscheinungen:
Die Sonne scheint zwar, doch zum Glück auf die Hinterseite des Gebäudes!
Bemerkungen:
Feuerwürstl sind besser wie Rauchzipfel und Wollwürste!
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Als Steak hat man es schon nicht leicht. Nachdem ich vor einiger Zeit aus meiner (damals noch lebendigen) Wohngemeinschaft getrennt und von diversen Metzgern mit Messern bearbeitet wurde, ging es erst mal auf eine lange Schiffsreise nach Deutschland, wo ich dann in einer Art Bordell zur Schau gestellt wurde um mich hungrigen Menschen zu präsentieren, von denen mich dann einer für viel Geld kaufen und mitnehmen konnte.

Nach einiger Zeit fand sich auch ein Käufer für mich, und kurze Zeit später fand ich mich auf einem luxuriösen Gerät wieder, das man gemeinhin als "Grill" bezeichnet. Dieses Gerät hatte 4 Räder, eine sehr gut funktionierende Fußbodenheizung, war vollautomatisch elektrisch ausgestattet und konnte mit einer Fernbedienung bedient werden.
Als ich dann so auf dem Freiluftsolarium lag und mein Rücken gewärmt wurde, wurde mir gewahr, dass es wohl bald mit mir vorbei sein würde, denn die Menschen sahen hungrig aus. Ich entschied, dass ich keine Lust hatte, mich aufessen zu lassen, und schnappte mir die Fernbedienung, die zum Glück nicht weit weg auf einem der Kochfelder des Grills lag. Unauffällig setzte ich damit langsam den Grill in Bewegung, und als gerade keiner hinsah, schaltete ich den Turbo-Gang ein und verschwand aus dem Garten. Die Fernbedienung war echt praktisch, damit konnte ich problemlos fahren, lenken und auch die Temperatur von meiner Solariumseinheit herabsetzen.
Ich entschied, dass ich wieder zurück zu meiner Familie wollte, und machte mich mit dem Grill langsam auf dem Weg Richtung Norden. Von Hamburg aus würde wohl ein Schiff in meine Heimat fahren, doch bis nach Hamburg ist es zunächst ein weiter Weg.

Wenn euch also auf der Autobahn ein Steak auf einem Grill entgegen gefahren kommt, nicht wundern. Das bin dann wahrscheinlich ich, und ihr dürft mich gerne mit etwas Curry-Ketchup füttern!.

17.6.13 11:12


Der Bauwagen - eine seziererische Analyse

Art der Umnachtung: Idiopathische Hypersomnie, Insolation, Heliosis
Intensität der Umnachtung:
8
Ursprung der Umnachtung:
Hat heute wohl vor allem meteorologische Gründe
A
ngewandte Maßnahmen:
7 Filter-Kaffee, Forums-Kolloquien, Death Metal aus Amiland
Negative Nebenerscheinungen:
Es ist unerträglich hell
Positive Nebenerscheinungen:
Ich habe gleich Feierabend
Bemerkungen:
Dosis facit venenum
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Jeder hat schon mal so ein Gefährt gesehen: Ein Wellblech-Container auf Rädern. Hässlich, laut, groß, langsam. Ein Gefährt, das die Straßen verstopft, die Allgemeinheit gefährdet und den Hippies als Heiligtum dient. Doch was hat es genau mit diesem beräderten Abfall auf sich? Ich habe den Bauwagen einer kritischen Analyse unterzogen.
Räder: Meistens zu klein, oft überlastet, und im Normalfall äußerst billig. In der überwiegenden Anzahl sind es alte Räder, die bei einem Fiat Multipla oder einem Lada Niva abgefault und auf dem Schrottplatz in der hintersten Ecke zu finden sind. Für den Straßenverkehr im Allgemeinen nicht zu gebrauchen, aber trotzdem darin unterwegs.
Achsen: Seitdem nach Woodstock Stoßdämpfer und Federungen für Bauwagen verboten sind, ist es unbequem, in einem Bauwagen zu reisen. Die Achsen sind vor Schlaglöchern und schwerem Gelände nicht mehr geschützt und brechen leicht. Es empfiehlt sich, immer mindestens ein Dutzend Ersatz-Achsen an Bord zu haben, wenn man mit einem Bauwagen eine längere Reise machen möchte.
Wände und Dach: Bestehen aus billigstem Wellblech. Es ist funktionabel, das heißt, es schützt die sich im Inneren befindlichen Personen vor Wind und Regen, andererseits kann aber der Wagen in seiner Gänze auch leicht weggeweht oder weggespült werden. Ganz zu schweigen von zu starker Sonneneinstrahlung, da wirkt das Wellblech wie eine Mikrowelle und man kommt sich im Inneren vor wie ein Brathähnchen auf dem Grill.
Platz: Der größte Vorteil eines Bauwagens ist sein großzügiges Platzangebot im Innern. Sofern man sich nicht alles vollstellt und sich mit einer spartanischen Inneneinrichtung zufrieden gibt, lässt es sich dort gut leben. Allerdings sollte man sich nicht zu viele Lambrusco-Regale, Laufrad-Generatoren und Hamster-Terrarien in den Wagen stellen. Das kostet Platz und stinkt wie Sau.
Antrieb: Normalerweise verfügen Bauwagen nicht über einen eigenen Antrieb und werden von Traktoren, Sattelschleppern oder PS-starken Autos gezogen. In unserem Fall hier behandle ich aber spezielle Bauwagen (anschaulicherweise sei der von GM genannt), die mit Hamsterkraft angetrieben werden. Dutzende von Hamstern produzieren in einer ganzen Batterie voll Hamsterlaufrädern Strom, der einen ausrangierten Fendt-Motor einer Brotschneidemaschine aus dem Jahr 1937 antreibt. Diese Maschine ist ausgeklügelt an die Achslast des Bauwagens montiert, so dass dieser mit einer maximalen Geschwindigkeit von 2,667 km/h über die Straße brettern kann. Weit kommt man damit nicht, und die Antriebshamster müssen alle 8 Minuten ausgetauscht werden. Zudem produzieren sie große Mengen Hamsterkot, die (nachdem deren Duft von GM tief eingeatmet worden ist) einfach auf die Straße gekippt werden. Der Umweltfreundlichkeitsfaktor, der zunächst durch das Fehlen eines Verbrennungsmotors evoziert wurde, fällt somit in der Realität leider flach. Hamsterkot ist für die Stratosphäre ähnlich schädlich wie Kohlendioxid. Immerhin schafft es der Bauwagen aber, sich unabhängig von anderen Fahrzeugen fortzubewegen.
Inneneinrichtung: Haben moderne Bauwagen zumindest Bett, Schrank, Tisch, Stühle und Kühlschrank, befindet sich in GMs Bauwagen lediglich ein großer Lambrusco-Vorrat, tonnenweise Gras, ein paar schräpige pink-flöt-Platten und natürlich eine Heerschar von Hamstern, die dort frei herumlaufen. Man muss aufpassen, dass man keinen platt tritt. Unterwegs flüchten auch mal welche aus dem Bauwagen, oder sie überleben das Hamsterrad nicht, weshalb regelmäßig für Nachschub gesorgt werden muss.
Fazit: Der Bauwagen ist ein denkbar schlechtes Fortbewegungsmittel. Man sollte, wenn man einen auf Hippie oder GM machen möchte, solche Teile nur weitab von der Zivilisation als Behausung benutzen.

18.6.13 16:35


Rad ab

Art der Umnachtung: Suppenkoma, Mittagsmüdigkeit, überbordende Euphorie
Intensität der Umnachtung:
4
Ursprung der Umnachtung:
Das Mittagessen war zu gut und das Wochenende wartet
A
ngewandte Maßnahmen:
6 Filter-Kaffee, Besuch der Keramikabteilung
Negative Nebenerscheinungen:
Die Hochzeitsmenschen draußen vorm Fenster nerven
Positive Nebenerscheinungen:
Gleich ist Wochenende
Bemerkungen:
Im Januar geht es wieder nach Hamburg
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Mein Sessel hat ein Rad ab. Eigentlich hat er schon mehrere Räder ab, aber gestern ist wieder eins abgefallen. Jetzt kann ich ihn nicht mehr anständig durchs Wohnzimmer rollen, was sehr schade ist und mich auf eine grandiose Idee gebracht hat: Ich baue ihn zu einem Straßenverkehrs-tauglichen Fahrzeug um.
Zunächst werden auch die anderen Räder abmontiert, und der Sessel dann auf das Fahrgestell eines großen Bollerwagens verfrachtet und dort befestigt. Anschließend wird der Benzin-Motor vom alten Rasenmäher in der Garage ausgebaut, ein wenig getunt, und dann in das Hinterteil des Sessels mit einer Verbindung zum Fahrgestell eingebaut. Zum Vorankommen müsste das eigentlich reichen.
Die Lenkung müsste noch optimiert werden, anstelle der Bollerwagen-Deichsel kann ein altes Bobby-Car-Lenkrad verwendet werden, und dann könnte man eigentlich schon auf der Straße Gas geben. Solange das Wetter gut ist. Und bequem hätte man es auch.
Ich glaub, ich weiß, was ich Sinnvolles an diesem Wochenende tun werde.

21.6.13 14:56