Zentrum der Macht © Vereinigung zur Pflege der morgendlichen Umnachtung

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Mit GM im Zoo

Art der Umnachtung: Verwirrt, umnachtet, wenig motiviert
Intensität der Umnachtung: 7
Ursprung der Umnachtung:
Nachwirkungen von Pfingsten
Angewandte Maßnahmen: Kaffee, ICED EARTH, übliche morgendliche belanglose Kolloquien
Negative Nebenerscheinungen: Benzin ist wieder teurer geworden.
Positive Nebenerscheinungen: Mein Auto ist noch ziemlich vollgetankt.
Bemerkungen:
Solange mich der Erste Vorsitzende noch jeden Morgen freundlich anlächelt ist die Welt noch in Ordnung.
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Wie es Tradition ist, war Benjamin Breeg auch im letzten Winter in seiner Freizeit fleißig gewesen und hatte sich als Schiedsrichter von Eisstockschieß-Turnieren etwas nebenbei verdient. Kein Bargeld natürlich, das wäre Bestechung, sondern als Honorar gab es Gutscheine für den nächstgelegenen Allwetterzoo. Da Zoos im Winter nicht so prickelnd sind (wegen Winterschlaf und so) beschloss Benjamin, erst bei besseren Außentemperaturen den Tieren einen Besuch abzustatten. So kam er an einem warmen Julitag im Zoo von Blackforesthausen an.
Schon am Eingang fiel Benjamin, der aufgrund vorfreudlicher Dopamin-Ausschüttung äußerst positiv gestimmt war, eine Familie mit einem laut quäkenden Blag auf, die in der Schlange hinter ihm stand. Nach dem Einlass sah er sie wieder. Die Eltern hatten die Schnauze von der Nervensäge auch wohl schon voll und verschwanden direkt in der Zoo-Bar, wo sie sich mit Eierlikör volllaufen ließen, jedoch nicht ohne vorher ihr Kind, ausgestattet mit einem Tetrapack Lambrusco, alleine auf Erkundungstour zu schicken. Benjamin wartete, bis die Nervensäge namens GM aus seinem Blickfeld verschwunden war, kaufte sich am nahen Kiosk ne Kanne kühles Pils, und machte sich selbst auf den Weg, ein paar Tiere zu begutachten.
Zebras, Löwen, Iltisse, Marder und Delfine fand er nicht so interessiert, aber im Esel-Gehege machte er eine seltsame Entdeckung: GM, offensichtlich leicht bedudelt vom Lambrusco, sprang zwischen den Eseln durchs Gehege und machte einen auf Volltrottel. Äußerlich unterschied er sich nicht so besonders von den Eseln (abgesehen davon, dass er barfuß statt Hufe hatte), und geistig war er ihnen wohl noch ähnlicher. Nachdem er von einem rüstigen Rentner ein paar Regenschirm-Schläge auf den Hinterkopf bekommen hatte, verschwand er allerdings wieder von seinen Esel-Kollegen und schlug sich durchs Unterholz in Richtung Papageien-Voliere. Erfreut über die Schläge und neugierig darauf, was GM noch so anstellen würde, machte sich auch Benjamin auf den Weg zur ornithologischen Abteilung.
Dort angekommen stellte er fest, dass ein Papagei größer war als die anderen, und dazu noch sehr viel hässlicher. Mit seinen Blümchen-Shorts, Hawaii-Hemd und den Gladiolen in den Locken fiel GM allerdings sonst gar nicht mal so sehr auf. Die Papageien selbst hatten aber keinen Bock auf GM und kackten ihm alle derbe auf den Kopf, was GM mit einem fröhlichen Glucksen quittierte. Daraufhin verschwand er ins Vogel-Freigehege. Bei den Flamingos, die in der Sonne in schönstem Pink strahlten, fühlte er sich gleich wohl, das war auch für Benjamin problemlos zu sehen. Einer fragwürdigen Vorliebe für Hippiemusik folgend flötete er den pinken Vögeln "Another Brick In The Wall" vor, was bei Benjamin für unverständliches Kopfschütteln sorgte. Nie wieder pink flöt.
Den Flamingos schien es auch nicht zu gefallen. Jedenfalls hackten sie so lange auf GMs Kopf herum, bis er mit seinem grauenvollen Geträller aufhörte und das Weite suchte. Er flüchtete Richtung Elefantengehege, das gerade umgebaut wurde und deshalb eine kleine Baustelle war. Im Bauwagen des Bauleiters fand er einen bequemen Liegestuhl, in dem er sich niederließ und sofort einschlief. Benjamin seufzte erleichtert und setzte seinen Besuch im Zoo ohne weitere Zwischenfälle fort. GM jedoch wurde von seinen mittlerweile schwer verperlten Eltern im Zoo vergessen und am nächsten Morgen vom Bauleiter im Wagen gefunden. Verärgert lieferte er den vollgeschissenen, zerhackten und schwer verwirrten Möchtgern-Hippie im nächsten Fundbüro ab, wo GM nach 5 Tagen von seinem Moped-Händler abgeholt wurde, der ihn schon vermisst hatte, da GM nicht wie vereinbart schon vier Tage eher sein in der Werkstatt befindliches Moped abgeholt hatte.
Zufrieden fuhr GM zu seinen Hippie-Kollegen, um sich mal wieder mit LSD zuzuknallen. Und wenn er nicht gestorben ist, pink-flötet er noch heute.

26.5.10 08:10
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Edward The Head (26.5.10 09:26)
Hehe, klingt fast wie eine wahre Geschichte...


Benjamin Breeg (26.5.10 10:04)
Jo, aus dem Leben gegriffen eben, hehe.

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