Zentrum der Macht © Vereinigung zur Pflege der morgendlichen Umnachtung

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Art der Umnachtung: Neurasthenie, leichte Müdigkeit
Intensität der Umnachtung: 3
Ursprung der Umnachtung: Zu frühes Aufstehen nach einer Nacht mit zu vielen Schlafunterbrechungen, die Jahreszeit
Angewandte Maßnahmen:
4 Kaffee (schwarz, heiß, lecker), HAMMERFALL, SAXON, interessante Kolloquien mit der Chefin zum Thema "Wie verwandt ist man mit Schwippschwägerinnen?".
Negative Nebenerscheinungen: Warum meinen alle hier, sich mit mir über Fußball unterhalten zu müssen?
Positive Nebenerscheinungen: Dienstag ist erst morgen.
Bemerkungen: Warum stehen Männer in der Nacht auf? - 17% müssen aufs Klo, 21% gehen zum Kühlschrank, 62% müssen nach Hause.
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Horst Flaccone hatte es eilig. Sehr eilig. Er musste eigentlich pünktlich im Büro erscheinen, hatte aber verschlafen, denn der Besuch im "Herz Ass" am Abend zuvor hatte sich doch länger hingezogen, als er geplant hatte und als ihm lieb war, so dass er ohnehin nur 3 Stunden geschlafen hatte. Laut fluchend war er an diesem Montag Morgen aufgestanden und hatte sich mit seinem fliederfarbenen BMW M7 in Bewegung gesetzt. Dann raste er im Tiefflug durch die Straßen.
113 km/h zeigte sein Tacho, als er in einer Spielstraße eine Verkehrsinsel rammte und seinen BMW zerlegte. Der Wagen zerteilte sich an der Eiche, die sich in der Mitte der Verkehrsinsel befand, doch Horst Flaccone hatte Glück. Er selbst wurde nicht so zerlegt, sondern hatte Glück im Unglück. Ein Rettungswagen war ziemlich schnell vor Ort und brachte ihn ins nächste Hospital, wo er schnell und erfolgreich operiert wurde. Schon eine Woche später, wieder an einem Montag, war er wieder soweit hergestellt, dass er das Krankenhaus verlassen konnte. Doch statt sich zu schonen und nach Hause zu gehen, machte er sich auf den Weg ins Büro. Er hatte ja noch viele Dinge nachzuarbeiten und zu erledigen. Und da sein Auto verschrottet war, musste er laufen.
Zur selben Zeit, als Horst Flaccone die Ludwig-Erhard-Allee entlangstiefelte, erwachte Elfriede Jakubowski durch das Jaulen ihres Beagles. Sie war noch schwer verperlt von diversen Flaschen Rotwein, die sie sich am Abend zuvor reingezogen hatte, und wohnte im 8. Stock eines Mehrfamilienblocks, ganz in der Nähe des Gebäudes, das das Großraumbüro von Flaccone Enterprises beherbergte. Wie gewöhnlich, wenn ihr Beagle signalisierte, dass er Hunger hatte oder einen Drang zur Darmentleerung verspürte, ließ sie ihn auf den Balkon. Wie gewöhnlich wollte sie auch seinen Napf mit Hundefutter auffüllen, doch in ihrem umnebelten Zustand verwechselte sie das Hundefutter mit dem Paket von Ecstasy-Keksen, das sie am Tag zuvor aus Amsterdam bekommen hatte. Allerdings merkte Elfriede zunächst nichts von der Verwechslung, denn sie schlief direkt nach dem Auffüllen des Napfes auf dem Sofa im Wohnzimmer wieder ein.
Der Beagle schlief dagegen nicht ein. Ziemlich schnell setzte bei ihm die Wirkung des Ecsasy ein, und er sprang mit seinem Napf im Maul wie von der Tarantel gestochen vom Balkon. Auf Höhe des fünfte Stocks prallte er dabei auf einen Tukan-Käfig, der außen am dortingen Balkon hing. Der Käfig öffnete sich, der Tukan wurde vom Hundenapf getroffen, fiel ohnmächtig weiter runter, und landete mit dem Schnabel vorweg direkt im breiten Kopf von Horst Flaccone, der gerade vor dem Haus vorbeilief. Der Kopf zerplatzte, und Blut und Hirnmasse verteilten sich auf dem Bürgersteig.
Diesmal kam kein Rettungswagen, zumindest nicht rechtzeitig, und somit segnete er vor dem Haus von Elfriede Jakubowski das Zeitliche.

27.9.10 09:58
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Edward The Head (27.9.10 11:18)
Du hast eine blühende Fantasie... Aber du hast mich dran gekriegt: Ich dachte, er stirbt im BMW.



Benjamin Breeg (27.9.10 11:30)
Hehe, das wäre aber dann nicht wirklich skurril.


Edward The Head (27.9.10 11:36)
Deshalb ja.

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