Zentrum der Macht © Vereinigung zur Pflege der morgendlichen Umnachtung

Navigation

Startseite
Blog
Gästebuch
Archiv
Abonnieren

Umnachtung

Liste der Umnachteten
Mitglied werden!
Umnachtungsgrade
Administration
Bekanntmachungen
Eintragsformat
Themenwochen Polpnubbelmolch

Besucher-Statistik

Counter gratis
Notruf

Art der Umnachtung: Immense Genervtheit mit Müdigkeitsanfällen
Intensität der Umnachtung: 7
Ursprung der Umnachtung: Koffeinmangel, umherwandelnde Schreckschrauben, dämliche Scheiße
Angewandte Maßnahmen:
Kaffee, Kaffee und Kaffee
Negative Nebenerscheinungen: Ich hab keine Milch mehr für meinen Kaffee.
Positive Nebenerscheinungen:
Scheiß drauf, kann man auch ohne gut trinken.
Bemerkungen:
Ich bin bekennender Misanthrop und liebe mich dafür, was paradox ist, da ich auch ein Mensch bin. Nein Blödsinn. Bin ja ein Zombie. Ich vergaß.
_______________________________________-

Die Nachtwache belagerte die Zentrale. Wie üblich. Zwei Beamte hatten Dienst. Einer gähnte und legte genüsslich seine Füße neben die Telefonanlage auf den Tisch. Er gab sich sogar die Mühe, keine von den wichtigeren Gerätschaften zu zertrümmern. In der Hand hielt er eine Tasse, aus der er ab und zu seinen Kaffee schlürfte. Der andere hatte die Hände hinter dem Kopf verschränkt, starrte geistesabwesend in die Leere und summte eine heitere Melodie. Was sollte man auch anderes tun, wenn man arbeiten musste, während die gute Hälfte der Menschheit ihrer verdienten Nachtruhe frönte?
Ein Notruf ging ein. „Sicher wieder ein Wildunfall auf der B9“, murmelte der kaffeeschlürfende Pitt und hievte seine Füße wieder vom Tisch herunter, während er den Notruf entgegen nahm. Der summende Larry quittierte das Gemurmel mit einem bedächtigen Kopfnicken und unterbrach seine Melodie kurz.
„PI Krefeld, höre“, meldete Pitt etwas entkräfteter als nötig.
„Hallo Pitt“, meldete sich eine weibliche Stimme am anderen Ende.
„Wonde, du sollst mich doch nicht über den Notruf anrufen!“, zürnte der Angesprochene.
„Ich bin nicht Wonda“, erwiderte die Stimme spöttisch.
„Dann eben Lucie, oder welche von euch auch immer“, schimpfte Pitt, etwas abgekämpft, durch die Verwunderung, sich im Namen geirrt zu haben.
„Ich bin keins von deinen dämlichen kleinen Mädchen“, sagte die Stimme, jetzt mit einem drohenden Unterton. Eine kleine Pause entstand. „Du darfst die Füße wieder auf den Tisch legen, heute geht kein Notruf mehr ein“, spöttelte die Stimme weiter.
„Woher…“, entfuhr es Pitt. „Wie kann sie das…“, zischte Larry unkontrolliert.
„Ihr kleinen Schweine!“, fauchte die Stimme plötzlich, „glaubt ihr ich sehe euch nicht? Trink deine Kaffee aus Pitt. Ich werde dich später in Stücke reißen, also genieße deinen letzten Koffeinschub.“
Pitt wunderte sich zunächst weiter, doch dann begriff er, wer die Frau war.
„Das ist diese Schlampe aus Vegas, die ich beim Black Jack ausgenommen habe!“, flüsterte er Larry bestürzt zu. „Die Alte ist gefährlich, was soll ich jetzt nur tun?!“ Larry bemerkte, wie nervös Pitt war, er schien zu schwitzen und zitterte sogar. Oder war es Einbildung?
„Was weiß ich denn?“, antwortete Larry in gedämpften Ton. „Hau den Notruf einfach raus!“
„Hört auf zu flüstern, ihr kleinen Scheißer! Haltet ihr mich für so blöd? Ich werde Hackfleisch aus dir machen, Pitt, und du weißt auch warum!“
„Ich hab sie damals um hunderttausend betrogen“, zischte Pitt als Erklärung. „Die Alte hat Knarren und Messer und weiß der Henker was alles!!“
„Ich stehe vor deiner Bürotür, Baby. Soll ich sie eintreten oder willst mir öffnen?“, ein grausiges Lachen ertönte in der Leitung.
Was Larry anschließend sah, sollte ihn nie wieder loslassen. Als jemand von außen schwer gegen die Tür trat drehte Pitt durch und griff zu seiner Dienstwaffe. „Er will sie erschießen!“, ging es ihm durch den Kopf und das Entsetzen packte ihn. Er sah in Pitts Gesicht und wusste plötzlich, dass er sich geirrt hatte. Sein Kumpan hielt sich die Waffe an die Schläfe und drückte im gleichen Moment ab, wie die Tür mit einem lauten Krachen aufsprang, das wiederum im Knall des Schusses unterging. Sein blutender Kopf fiel schlaff auf seine Brust. Er war sofort tot. Sein Blick sauste zur Tür und er erblickte eine Frau, hinter ihr mehrere vertraute Gesichter.
„Haha!“, rief Merle freudig, als sie sich die Maske der unbekannten Frau vom Gesicht zog, „Reingefallen! Hat eure liebe EDV-Abteilung euch mal wieder einen gelungenen Streich ge…“ in diesem Moment sah sie Pitt. Bestürzte Aufschreie waren zu hören. Die restlichen EDV-Kollegen drängten in das Zentralbüro und starrten ungläubig auf den Toten.
Larry platzte fast der Kopf, das war doch zum Verrücktwerden!
„Ups“, sagte Merle. „Scheiße, Mann, diesmal muss in Vegas ja echt was Mieses gelaufen sein!“ Larry heulte, weil er das alles nicht ertragen konnte und verschwand in Richtung Toilette. Die EDV-Leute blieben unschlüssig stehen, bis jemand sagte: „Vielleicht sollten wir die Notrufzentrale anrufen!“

29.9.10 16:55
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Benjamin Breeg (29.9.10 17:44)
Hehe, erinnert mich irgendwie an "Hangover".
Ansonsten durchaus treffende Beschreibung der entsprechenden Personen.


Edward The Head (30.9.10 17:06)
Entsprechende Person? Die Person ist doch fiktiv...
*amKopfkratz*


Benjamin Breeg (30.9.10 18:56)
Ich meine damit, dass du das typische Verhalten von (Wach)beamten und EDV-Menschen sehr treffend darstellst. *grins*

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen