Zentrum der Macht © Vereinigung zur Pflege der morgendlichen Umnachtung

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Der Bauwagen - eine seziererische Analyse

Art der Umnachtung: Idiopathische Hypersomnie, Insolation, Heliosis
Intensität der Umnachtung:
8
Ursprung der Umnachtung:
Hat heute wohl vor allem meteorologische Gründe
A
ngewandte Maßnahmen:
7 Filter-Kaffee, Forums-Kolloquien, Death Metal aus Amiland
Negative Nebenerscheinungen:
Es ist unerträglich hell
Positive Nebenerscheinungen:
Ich habe gleich Feierabend
Bemerkungen:
Dosis facit venenum
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Jeder hat schon mal so ein Gefährt gesehen: Ein Wellblech-Container auf Rädern. Hässlich, laut, groß, langsam. Ein Gefährt, das die Straßen verstopft, die Allgemeinheit gefährdet und den Hippies als Heiligtum dient. Doch was hat es genau mit diesem beräderten Abfall auf sich? Ich habe den Bauwagen einer kritischen Analyse unterzogen.
Räder: Meistens zu klein, oft überlastet, und im Normalfall äußerst billig. In der überwiegenden Anzahl sind es alte Räder, die bei einem Fiat Multipla oder einem Lada Niva abgefault und auf dem Schrottplatz in der hintersten Ecke zu finden sind. Für den Straßenverkehr im Allgemeinen nicht zu gebrauchen, aber trotzdem darin unterwegs.
Achsen: Seitdem nach Woodstock Stoßdämpfer und Federungen für Bauwagen verboten sind, ist es unbequem, in einem Bauwagen zu reisen. Die Achsen sind vor Schlaglöchern und schwerem Gelände nicht mehr geschützt und brechen leicht. Es empfiehlt sich, immer mindestens ein Dutzend Ersatz-Achsen an Bord zu haben, wenn man mit einem Bauwagen eine längere Reise machen möchte.
Wände und Dach: Bestehen aus billigstem Wellblech. Es ist funktionabel, das heißt, es schützt die sich im Inneren befindlichen Personen vor Wind und Regen, andererseits kann aber der Wagen in seiner Gänze auch leicht weggeweht oder weggespült werden. Ganz zu schweigen von zu starker Sonneneinstrahlung, da wirkt das Wellblech wie eine Mikrowelle und man kommt sich im Inneren vor wie ein Brathähnchen auf dem Grill.
Platz: Der größte Vorteil eines Bauwagens ist sein großzügiges Platzangebot im Innern. Sofern man sich nicht alles vollstellt und sich mit einer spartanischen Inneneinrichtung zufrieden gibt, lässt es sich dort gut leben. Allerdings sollte man sich nicht zu viele Lambrusco-Regale, Laufrad-Generatoren und Hamster-Terrarien in den Wagen stellen. Das kostet Platz und stinkt wie Sau.
Antrieb: Normalerweise verfügen Bauwagen nicht über einen eigenen Antrieb und werden von Traktoren, Sattelschleppern oder PS-starken Autos gezogen. In unserem Fall hier behandle ich aber spezielle Bauwagen (anschaulicherweise sei der von GM genannt), die mit Hamsterkraft angetrieben werden. Dutzende von Hamstern produzieren in einer ganzen Batterie voll Hamsterlaufrädern Strom, der einen ausrangierten Fendt-Motor einer Brotschneidemaschine aus dem Jahr 1937 antreibt. Diese Maschine ist ausgeklügelt an die Achslast des Bauwagens montiert, so dass dieser mit einer maximalen Geschwindigkeit von 2,667 km/h über die Straße brettern kann. Weit kommt man damit nicht, und die Antriebshamster müssen alle 8 Minuten ausgetauscht werden. Zudem produzieren sie große Mengen Hamsterkot, die (nachdem deren Duft von GM tief eingeatmet worden ist) einfach auf die Straße gekippt werden. Der Umweltfreundlichkeitsfaktor, der zunächst durch das Fehlen eines Verbrennungsmotors evoziert wurde, fällt somit in der Realität leider flach. Hamsterkot ist für die Stratosphäre ähnlich schädlich wie Kohlendioxid. Immerhin schafft es der Bauwagen aber, sich unabhängig von anderen Fahrzeugen fortzubewegen.
Inneneinrichtung: Haben moderne Bauwagen zumindest Bett, Schrank, Tisch, Stühle und Kühlschrank, befindet sich in GMs Bauwagen lediglich ein großer Lambrusco-Vorrat, tonnenweise Gras, ein paar schräpige pink-flöt-Platten und natürlich eine Heerschar von Hamstern, die dort frei herumlaufen. Man muss aufpassen, dass man keinen platt tritt. Unterwegs flüchten auch mal welche aus dem Bauwagen, oder sie überleben das Hamsterrad nicht, weshalb regelmäßig für Nachschub gesorgt werden muss.
Fazit: Der Bauwagen ist ein denkbar schlechtes Fortbewegungsmittel. Man sollte, wenn man einen auf Hippie oder GM machen möchte, solche Teile nur weitab von der Zivilisation als Behausung benutzen.

18.6.13 16:35
 


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